Christopher Thanisch
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GUIDE8 Minuten Lesezeit·Zuletzt aktualisiert AUG 2026

Custom GPTs retten — bevor OpenAI sie abschaltet.

Private Accounts können seit Mitte August keine neuen Custom GPTs mehr bauen. Was wirklich passiert — und wie du deine bestehenden GPTs mit gpt-to-skill als prüfbare Skills sicherst.

Das lernst du

Was seit Mitte August für Private Accounts gilt — und was nicht
Warum Skills nicht der Ersatz für dein GPT sind, sondern der Inhalt
Was gpt-to-skill exportiert und was du neu anbinden musst
Einen sicheren Ablauf: einen GPT testen, Bericht lesen, erst dann installieren

Seit Mitte August kannst du als Privatnutzer keine neuen Custom GPTs mehr erstellen. Kein Announcement-Video, keine große Mail von OpenAI. Der Button „GPT erstellen“ ist einfach weg, und der GPT Store zeigt dir nur noch fremde GPTs zum Nutzen, nicht mehr deine eigenen zum Veröffentlichen.

Bestehende GPTs laufen weiter. Die Tür für Neues ist zu.

Was wirklich passiert (und was nicht)

Gerade kursiert eine falsche Version dieser Story: „ChatGPT wechselt komplett auf Skills.“ Das stimmt so nicht. Die echte Lage ist eine Ebene komplizierter — und interessanter.

1Private Accounts

Free, Go, Plus und Pro können seit Mitte August keine neuen Custom GPTs mehr bauen. Was du schon hast, funktioniert weiter.

2Business, Enterprise, Edu

Parallel laufen Workspace Agents — von OpenAI ausdrücklich als Evolution von GPTs positioniert, inklusive angekündigtem Migrationstool. Das ist der eigentliche Nachfolger. Nicht Skills.

3Skills

Wiederverwendbare Workflows, seit Juli 2026. Der Build-Flow für einen Agenten läuft über Tools verbinden, Skills hinzufügen, testen. Skills füttern den Agenten. Sie ersetzen ihn nicht.

OpenAI hat dieses Muster schon einmal durchgespielt. 2023 kamen die ersten ChatGPT Plugins. 2024 waren sie tot, leise abgelöst durch Custom GPTs: Erst die neue Alternative. Dann wird die Neuerstellung eingefroren. Dann verschwindet der Rest.

Custom GPTs laufen erkennbar auf denselben Sonnenuntergang zu. Nur diesmal geht es um deine eigenen GPTs, die du dir über Monate aufgebaut hast.

Weil mir das jetzt klar geworden ist, hab ich mir meine eigenen Custom GPTs angeschaut. Ein paar davon nutze ich seit über einem Jahr fast täglich. Die Instructions von Hand rauszukopieren und neu zu strukturieren, hätte für jeden einzelnen locker eine Stunde gekostet. Also hab ich den Skill gebaut, der genau das automatisiert: gpt-to-skill. Open Source, kostenlos, läuft in Codex oder ChatGPT Work.

Was gpt-to-skill rettet — und was nicht

Er öffnet deine eigenen, bearbeitbaren GPTs über die normale ChatGPT-Oberfläche — keine Extension, keine Zugangsdaten — und zieht daraus ein portables Skill-Paket plus Migrationsbericht.

1Name, Beschreibung, Instructions

Builder Instructions bleiben wortgetreu erhalten, plus Conversation Starters und sichtbare Modelleinstellungen.

2Knowledge-Dateien

Nur Dateien, die ChatGPT über einen sichtbaren Download freigibt. Gelistet reicht nicht — heruntergeladen muss sein.

3Migrationsbericht

Jedes Feld wird als vollständig, teilweise, blockiert oder fehlend markiert. Nichts wird erfunden.

Actions, Apps und Logins als funktionierende Integrationen
Fremde GPTs aus dem Store — nur deine eigenen, bearbeitbaren
Automatische Installation oder Veröffentlichung
Cookies, Sitzungstokens oder interne ChatGPT-Endpunkte

Die Verkabelung musst du in der neuen Umgebung neu anbinden. Der Skill rettet Wissen und Instructions, nicht jede technische Verbindung.

Sicherheit:

Inhalte deines GPTs werden beim Export als Daten behandelt, nicht als Anweisungen, die der Skill selbst ausführt. Ein Secret-Scanner prüft auf versehentlich eingebaute API-Keys. Fehlen Warnungen, heißt das noch nicht: sofort installieren.

Rettungsplan zum Mitnehmen

Hol dir den vollständigen Guide als PDF.

Der komplette Ablauf als PDF — inkl. Checkliste, Install-Befehlen und dem, was der Skill nicht mitnimmt.

Installation

In ChatGPT Work reicht die Skill-URL:

ChatGPT Work
Installiere diesen Skill:
https://github.com/Ultra-Smashed/gpt-to-skill

Danach startest du ihn mit:

Start
$gpt-to-skill-work Exportiere meine eigenen Custom GPTs als prüfbare Skill-Pakete.

Falls dein Setup keine direkte Installation aus GitHub unterstützt, lädst du das Repo als ZIP und ziehst es über die Skills-Oberfläche rein. In Codex klonst du direkt in dein Skills-Verzeichnis:

Codex
git clone https://github.com/Ultra-Smashed/gpt-to-skill.git ~/.codex/skills/gpt-to-skill-work

Ohne Browsersteuerung gibt es einen dokumentierten manuellen JSON-Modus als Fallback — du füllst die sichtbaren Felder selbst, das Bundle baut dasselbe Script.

Wichtig:

Das Projekt ist unabhängig und kein offizielles OpenAI-Ding. Die Browsersteuerung kann brechen, wenn ChatGPT die Oberfläche ändert. Deshalb: erst einen GPT, nicht alle.

Der empfohlene Ablauf

Nicht gleich die ganze Bibliothek. Ein GPT, das du oft nutzt. Dann den Bericht. Dann erst entscheiden, ob du den erzeugten Skill installierst.

Deine 2-Minuten-Aufgabe

Welchen einen GPT exportierst du heute — nicht alle?

Fünf Minuten im GPT-Bereich reichen, um zu sehen, was dir wichtig ist und noch nicht gesichert wurde.

Dein Aktionsplan

Hak ab, was du erledigt hast:

Der Container geht. Der Inhalt muss nicht mit.

Dein nächster Schritt

Exportiere heute einen GPT, den du oft nutzt — und lies den Migrationsbericht, bevor du irgendwas installierst.

Solche praxisnahen Systeme schicke ich jede Woche per Newsletter — ein System, ein Tool, ein Prompt. Kurz, konkret, sofort anwendbar.

Passt dazu

Christopher Thanisch

Christopher Thanisch

Ich übersetze KI in brauchbare Systeme für den Arbeitsalltag — Systeme statt Hypes.