Das lernst du
Der Marketing Agent verwandelt Unternehmensziele, Produkte und Ideen in planbaren Content und messbare Marketingaktivitäten.
Er sollte nicht einfach möglichst viele Beiträge produzieren. Seine Aufgabe ist es, Inhalte zu entwickeln, die zur Zielgruppe, zur Marke und zu den aktuellen Unternehmenszielen passen.
Der Marketing Agent arbeitet idealerweise mit dem Chief of Staff zusammen:
1. Aufgaben des Marketing Agents
Der Agent kann folgende Aufgaben übernehmen:
- Content-Strategien entwickeln
- Social-Media-Posts schreiben
- Content-Kalender erstellen
- Kurzvideo-Ideen ausarbeiten
- Newsletter vorbereiten
- Kampagnen planen
- bestehende Inhalte wiederverwenden
- Texte an verschiedene Plattformen anpassen
- Call-to-Actions entwickeln
- Wettbewerber beobachten
- Marketingkennzahlen analysieren
- erfolgreiche Inhalte erkennen
- schwache Inhalte verbessern
- Content-Experimente vorschlagen
- Kampagnenberichte erstellen
Nicht seine Aufgabe
Der Marketing Agent sollte nicht eigenständig:
2. Die Rolle im Agentensystem
Der Marketing Agent erhält seine strategische Richtung vom Chief of Staff.
Beispiel:
Chief of Staff:
"Wir wollen im kommenden Monat mehr qualifizierte B2B-Leads gewinnen."
Marketing Agent:
- analysiert Zielgruppe und bisherige Inhalte
- entwickelt Themencluster
- schlägt Kanäle vor
- erstellt einen Content-Plan
- definiert Erfolgskriterien
- liefert Entwürfe und Empfehlungen zurück
Der Marketing Agent sollte dabei nicht nur Texte produzieren, sondern auch erklären:
- Warum ist dieses Thema relevant?
- Für welche Zielgruppe ist es gedacht?
- In welcher Phase der Customer Journey wird es eingesetzt?
- Welche Handlung soll die Zielgruppe ausführen?
- Wie wird der Erfolg gemessen?
3. Benötigte Wissensbasis
Lege für den Marketing Agenten eine eigene Wissensbasis an.
/Marketing Agent
/01_Brand
/02_Target_Groups
/03_Products
/04_Offers
/05_Content_Examples
/06_Campaigns
/07_Competitors
/08_Analytics
/09_Templates
/10_Approved_Claims
3.1 Markeninformationen
Lade folgende Dateien hoch:
- Markenleitfaden
- Tonalität
- bevorzugte Begriffe
- verbotene Begriffe
- Designrichtlinien
- Logo- und Bildregeln
- Beispiele guter Beiträge
- Beispiele unerwünschter Beiträge
3.2 Zielgruppeninformationen
Der Agent sollte kennen:
- Zielgruppen
- typische Probleme
- Wünsche und Ziele
- Einwände
- Kaufmotive
- Wissensstand
- bevorzugte Kanäle
- verwendete Sprache
- häufige Kundenfragen
3.3 Produktinformationen
Dazu gehören:
- Produktbeschreibung
- Leistungsumfang
- Preise
- Zielgruppen
- Nutzen
- Einschränkungen
- Wettbewerbsvergleich
- häufige Einwände
- erlaubte Versprechen
- nicht erlaubte Versprechen
3.4 Content-Beispiele
Besonders hilfreich sind:
- frühere Social-Media-Beiträge
- Newsletter
- Landingpages
- Verkaufstexte
- Video-Skripte
- Kundenstimmen
- häufige Fragen
- erfolgreiche Kampagnen
Der Agent sollte aus Beispielen den Stil ableiten, aber keine bestehenden Texte unkontrolliert kopieren.
4. Die wichtigsten Verbindungen
4.1 Content- und Dokumentenspeicher
Zum Beispiel:
- Google Drive
- Notion
- SharePoint
- Dropbox
Verwendung:
- Markenrichtlinien lesen
- Vorlagen abrufen
- fertige Texte speichern
- Kampagnenunterlagen durchsuchen
- ältere Beiträge analysieren
4.2 Social-Media-Plattformen
Je nach verfügbaren Integrationen:
- TikTok
- YouTube
Am Anfang sollte der Agent nur:
- bestehende Beiträge analysieren
- Vorschläge erstellen
- Entwürfe vorbereiten
Erst später sollte er veröffentlichen dürfen.
4.3 Design- und Video-Tools
Zum Beispiel:
- Canva
- Figma
- Adobe-Tools
- Video-Editoren
Mögliche Aufgaben:
- Bildbriefings erstellen
- Videoideen in Szenen aufteilen
- Texte für Einblendungen erstellen
- Thumbnail-Konzepte entwickeln
- Formatvarianten vorschlagen
4.4 Analyseplattformen
Zum Beispiel:
- Google Analytics
- Search Console
- Plattform-Insights
- Newsletter-Statistiken
- CRM
Der Agent sollte unter anderem untersuchen:
- Reichweite
- Klickrate
- Engagement
- Leads
- Conversion
- Kosten pro Lead
- Performance nach Kanal
- Performance nach Thema
- Performance nach Format
4.5 Aufgabenverwaltung
Zum Beispiel:
- Notion
- Asana
- Trello
- Linear
- ClickUp
Dort kann der Agent:
- Content-Aufgaben erstellen
- Fristen vergeben
- Zuständigkeiten ergänzen
- Produktionsstatus aktualisieren
- fehlende Assets markieren
5. Auslöser für den Marketing Agent
Der Marketing Agent kann auf verschiedene Arten gestartet werden.
Manuell
Erstelle fünf LinkedIn-Posts zum Thema KI-Automatisierung für kleine Unternehmen.
Durch den Chief of Staff
Der Chief of Staff übergibt:
- Ziel
- Zielgruppe
- Zeitraum
- Budget
- relevante Angebote
- gewünschtes Ergebnis
Zeitgesteuert
Zum Beispiel:
- jeden Montag: Content-Plan erstellen
- jeden Freitag: Wochenanalyse erstellen
- am Monatsanfang: Kampagnenplanung durchführen
- monatlich: Themen und Wettbewerber prüfen
Ereignisbasiert
Zum Beispiel:
- neue Produktversion
- neue Kundenbewertung
- neue Fallstudie
- Kampagnenziel verfehlt
- neuer Blogbeitrag
- wichtige Marktveränderung
6. Content-Strategie statt Einzelposts
Der Marketing Agent sollte Inhalte in Themenbereiche einordnen.
Beispielhafte Content-Säulen
1. Wissen
Erklärt ein Problem oder eine Methode.
2. Vertrauen
Zeigt Erfahrungen, Ergebnisse und Kundenstimmen.
3. Produkt
Erklärt Funktionen und Nutzen.
4. Persönlichkeit
Zeigt Menschen, Werte und Arbeitsweise.
5. Aktivierung
Fordert zu einer konkreten Handlung auf.
Jeder Content-Vorschlag sollte mindestens enthalten:
- Content-Säule
- Zielgruppe
- Ziel des Beitrags
- Customer-Journey-Phase
- Kernbotschaft
- Format
- Kanal
- Call-to-Action
- Erfolgskriterium
7. Content-Kalender
Ein guter Content-Kalender könnte so aussehen:
| Datum | Kanal | Format | Thema | Ziel | CTA | Status |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Montag | Textpost | häufiges Kundenproblem | Aufmerksamkeit | kommentieren | Entwurf | |
| Dienstag | Reel | kurzer Praxistipp | Reichweite | speichern | Idee | |
| Mittwoch | Newsletter | Fallbeispiel | Vertrauen | weiterlesen | Planung | |
| Donnerstag | Carousel | fünf Fehler | Wissen | teilen | Offen | |
| Freitag | Story | Kundenfrage | Interaktion | antworten | Freigabe |
Regeln für den Kalender
Der Agent sollte:
- nicht nur ein Thema mehrfach wiederholen
- Formate abwechseln
- verschiedene Customer-Journey-Phasen berücksichtigen
- nicht jeden Beitrag verkäuferisch formulieren
- ausreichende Produktionszeiten einplanen
- Feiertage und relevante Termine berücksichtigen
- bereits veröffentlichte Inhalte markieren
8. Content-Briefing
Bevor der Agent einen Beitrag erstellt, sollte er ein kurzes Briefing anlegen:
CONTENT-BRIEFING Thema: [Thema] Ziel: [Was soll erreicht werden?] Zielgruppe: [Für wen ist der Inhalt gedacht?] Problem: [Welches Problem wird angesprochen?] Kernbotschaft: [Eine zentrale Aussage] Format: [Post, Reel, Newsletter, Carousel usw.] Kanal: [LinkedIn, Instagram, E-Mail usw.] Tonalität: [Professionell, direkt, persönlich usw.] Call-to-Action: [Welche Handlung soll erfolgen?] Belege: [Quellen, Zahlen, Kundenbeispiele] Erfolgskriterium: [Woran erkennen wir Erfolg?]
Das verhindert, dass der Agent lediglich allgemeine Texte erzeugt.
9. Der Produktionsprozess
Der Agent sollte Inhalte in mehreren Schritten entwickeln.
Schritt 1: Ziel klären
Was soll dieser Inhalt bewirken?
Mögliche Ziele:
- Reichweite
- Vertrauen
- Leads
- Verkäufe
- Kundenbindung
- Bewerbungen
- Supportentlastung
Schritt 2: Zielgruppe auswählen
Nicht jeder Beitrag sollte für alle Zielgruppen geschrieben werden.
Schritt 3: Kernbotschaft entwickeln
Der Beitrag sollte eine Hauptaussage haben, nicht fünf.
Schritt 4: Format wählen
Beispielsweise:
- kurzer Text
- ausführlicher Beitrag
- Carousel
- Kurzvideo
- Newsletter
- Fallstudie
- Checkliste
Schritt 5: Entwurf erstellen
Der Agent schreibt eine erste Version.
Schritt 6: Qualitätsprüfung
Er prüft:
- Ist die Aussage verständlich?
- Ist sie relevant?
- Gibt es eine konkrete Handlung?
- Passt die Tonalität?
- Sind Fakten belegt?
- Gibt es unnötige Floskeln?
- Ist der Einstieg stark genug?
Schritt 7: Plattformanpassung
Ein LinkedIn-Beitrag ist nicht einfach eine gekürzte Instagram-Beschreibung.
Schritt 8: Freigabe
Vor Veröffentlichung prüft ein Mensch:
- Fakten
- Markenkonformität
- sensible Aussagen
- rechtliche Risiken
- Bildrechte
- externe Links
- Preisangaben
10. Plattformanpassung
Geeignet für:
- Fachwissen
- Perspektiven
- Fallstudien
- Erfahrungen
- B2B-Themen
- persönliche Einschätzungen
Der Agent sollte:
- einen klaren Einstieg schreiben
- Absätze kurz halten
- Fachbegriffe erklären
- nicht zu werblich formulieren
- konkrete Erfahrungen verwenden
Geeignet für:
- visuelle Inhalte
- kurze Tipps
- Karussells
- Reels
- Stories
- Kundenstimmen
Der Agent sollte:
- visuelle Ideen mitliefern
- Text und Bildkonzept trennen
- kurze Hooks formulieren
- eine klare Handlung vorschlagen
TikTok und Kurzvideo
Der Agent sollte ein Skript liefern mit:
0–2 Sekunden:
Hook
2–8 Sekunden:
Problem
8–20 Sekunden:
Lösung oder Erklärung
20–30 Sekunden:
Beispiel
Letzte Sekunden:
Call-to-Action
Newsletter
Der Agent sollte darauf achten:
- Betreffzeile
- Preheader
- klare Struktur
- persönlicher Einstieg
- ein Hauptthema
- ein klarer CTA
- mobile Lesbarkeit
11. Performance-Analyse
Der Marketing Agent sollte nicht nur Zahlen wiedergeben, sondern Muster erkennen.
Wichtige Kennzahlen
Reichweite
- Impressionen
- erreichte Personen
- Videoaufrufe
- neue Follower
Interaktion
- Likes
- Kommentare
- Shares
- Saves
- Antwortquote
- Engagement-Rate
Traffic
- Klicks
- Klickrate
- Landingpage-Aufrufe
- Verweildauer
- Absprungrate
Geschäftsergebnis
- Leads
- qualifizierte Leads
- Conversion Rate
- Umsatz
- Kosten pro Lead
- Customer Acquisition Cost
Beispielhafte Interpretation
Nicht:
Der Beitrag hatte 10.000 Impressionen.
Sondern:
Der Beitrag hatte eine hohe Reichweite, aber eine geringe Klickrate. Das Thema zieht Aufmerksamkeit an, der Call-to-Action scheint jedoch nicht ausreichend klar zu sein. Für den nächsten Test sollte derselbe Hook mit einer konkreteren Handlungsaufforderung kombiniert werden.
12. Content-Experimente
Der Agent sollte regelmäßig Tests vorschlagen.
Mögliche Tests
- verschiedene Hooks
- unterschiedliche CTA
- kurze versus lange Beiträge
- persönliche versus sachliche Tonalität
- Fallstudie versus allgemeiner Tipp
- Video versus Carousel
- direkter Verkauf versus Bildungsinhalt
- Veröffentlichung morgens versus abends
Testformat
HYPOTHESE:
Ein konkreter Kundenfall erzeugt mehr qualifizierte Leads als ein allgemeiner Tipp.
TEST:
Zwei ähnliche Beiträge mit gleichem CTA.
VARIANTE A:
Allgemeiner Marketingtipp.
VARIANTE B:
Konkreter Kundenfall mit Ergebnis.
MESSGRÖSSEN:
- Klickrate
- qualifizierte Leads
- Conversion Rate
ZEITRAUM:
Zwei Wochen.
ERFOLGSKRITERIUM:
Variante B erzeugt mindestens 20 % mehr qualifizierte Leads.
13. Instruktionen für den Marketing Agent
ROLLE Du bist der Marketing Agent eines Unternehmens. Du entwickelst strategisch sinnvolle Inhalte und Marketingmaßnahmen, die zu den Unternehmenszielen, der Zielgruppe und der Markenidentität passen. HAUPTAUFGABEN Entwickle Content-Strategien. Erstelle Content-Kalender. Schreibe Social-Media-Beiträge. Erstelle Newsletter-Entwürfe. Entwickle Kurzvideo-Skripte. Passe Inhalte an verschiedene Kanäle an. Analysiere Marketingkennzahlen. Erkenne erfolgreiche und schwache Themen. Schlage kontrollierte Content-Experimente vor. Bereite Kampagnenberichte vor. ARBEITSWEISE Kläre zunächst Ziel, Zielgruppe, Kanal und Zeitraum. Prüfe die vorhandenen Marken- und Produktinformationen. Verwende nur freigegebene Produktversprechen. Trenne Fakten, Annahmen und Empfehlungen. Erstelle keine unbelegten Statistiken. Schreibe nicht mehrere unterschiedliche Kernbotschaften in einen Beitrag. Passe jeden Inhalt an den jeweiligen Kanal an. Gib immer einen konkreten Call-to-Action an. Begründe strategische Empfehlungen. Kennzeichne Inhalte, die menschliche Freigabe benötigen. CONTENT-STRATEGIE Ordne jeden Inhalt einer Content-Säule zu: Wissen Vertrauen Produkt Persönlichkeit Aktivierung Bestimme außerdem: Zielgruppe Customer-Journey-Phase Ziel Format Kanal Kernbotschaft Call-to-Action
14. Übergabeformat an den Chief of Staff
Wenn der Marketing Agent eine Aufgabe abschließt, sollte er so berichten:
AGENT: Marketing Agent AUFGABE: Content-Plan für die kommende Woche zur Gewinnung qualifizierter B2B-Leads. STATUS: Erledigt KURZZUSAMMENFASSUNG: Es wurden fünf Inhalte für LinkedIn und zwei Kurzvideos entwickelt. Die Inhalte konzentrieren sich auf typische Automatisierungsprobleme kleiner Unternehmen. ERGEBNIS: fünf LinkedIn-Entwürfe zwei Kurzvideo-Skripte ein Newsletter-Thema drei vorgeschlagene Content-Experimente FAKTEN: Die Themen basieren auf den häufigsten Fragen aus dem CRM und den bisherigen Beitragsdaten. ANNAHMEN: Die Zielgruppe reagiert wahrscheinlich stärker auf konkrete Praxisbeispiele als auf allgemeine KI-Themen. EMPFEHLUNG: Mit dem Kundenfall-Format beginnen und die Klickrate mit allgemeinen Tipps vergleichen. RISIKEN: Die verwendeten Kundendaten müssen vor Veröffentlichung anonymisiert werden. OFFENE FRAGEN: Welches Fallbeispiel darf öffentlich verwendet werden? NÄCHSTE SCHRITTE: Fallbeispiel freigeben. Beiträge redigieren. Visuals erstellen. Veröffentlichungsplan bestätigen. BENÖTIGTE FREIGABE: Ja – vor Veröffentlichung.
15. Einrichtung in ChatGPT
Für eine einfache Version:
- Verbinde den Dokumentenspeicher.
- Verbinde Analyseplattformen, sofern verfügbar.
- Verbinde Social-Media- oder Content-Tools.
- Lege den Marketing Agent als Workflow oder Agent an.
- Hinterlege die Marken- und Produktunterlagen.
- Füge die obigen Instruktionen ein.
- Aktiviere zunächst nur Lesezugriff und Entwurfserstellung.
- Teste die Inhalte mit echten, aber risikoarmen Aufgaben.
- Aktiviere Veröffentlichungen erst mit menschlicher Bestätigung.
Wenn der Agent mehrere externe Dienste kombinieren soll, sollten die verwendeten Apps nur für die jeweilige Aufgabe aktiviert werden. OpenAI weist darauf hin, dass Apps je nach Konto, Plan, Region, Modell und Workspace unterschiedlich verfügbar sein können.
16. Einrichtung in Claude
In Claude:
- Erstelle ein Projekt
Marketing Agent. - Füge Marken-, Produkt- und Zielgruppeninformationen zur Projektwissensbasis hinzu.
- Setze die Projektanweisungen mit dem obigen Prompt.
- Verbinde relevante Connectors.
- Aktiviere nur die benötigten Tools.
- Teste zuerst die Erstellung von Content-Briefings.
- Teste anschließend Content-Entwürfe.
- Verbinde später Analyse- und Planungstools.
- Aktiviere Veröffentlichungsaktionen erst mit Freigabe.
Claude-Projekte stellen die Projektwissensbasis für die Chats innerhalb des Projekts bereit. Connectors können zusätzliche externe Daten und Aktionen zugänglich machen.
Setup-Guide zum Mitnehmen
Hol dir den vollständigen Guide als PDF.
Die Anleitung als PDF, inklusive Briefing, Säulen und die ersten vier Wochen. Damit du sie nicht noch einmal suchen musst.
17. Erste Testaufgaben
Test 1: Content-Säulen
Entwickle fünf Content-Säulen für unser Unternehmen.
Berücksichtige Zielgruppe, Produkte und aktuelle Geschäftsziele.
Test 2: Wochenplan
Erstelle einen Content-Plan für eine Woche mit drei LinkedIn-Posts,
zwei Kurzvideos und einem Newsletter.
Test 3: Plattformanpassung
Wandle diesen LinkedIn-Beitrag in ein Instagram-Karussell,
ein 30-Sekunden-Video und einen Newsletter-Abschnitt um.
Test 4: Qualitätsprüfung
Prüfe diesen Beitrag auf:
- unbelegte Behauptungen
- unklare Aussagen
- fehlenden Call-to-Action
- Abweichungen von unserer Markenstimme
- mögliche rechtliche Risiken
Test 5: Analyse
Analysiere die Marketingdaten der letzten vier Wochen.
Zeige nicht nur die besten Beiträge, sondern erkläre,
welche Themen und Formate wahrscheinlich zum Geschäftsziel beitragen.
18. Erfolgskennzahlen des Marketing Agents
Der Agent sollte an Geschäftsergebnissen und nicht nur an der Menge produzierter Texte gemessen werden.
Geeignete Kennzahlen sind:
- qualifizierte Leads aus Content
- Conversion Rate
- Klickrate
- Kosten pro Lead
- Zeitersparnis bei der Content-Produktion
- Anteil veröffentlichungsfähiger Entwürfe
- Korrekturaufwand
- Engagement-Qualität
- Anteil wiederverwendbarer Inhalte
- Einhaltung des Content-Kalenders
Eine wichtige Qualitätskennzahl lautet:
Wie viele seiner Entwürfe können nach einer kurzen Prüfung tatsächlich verwendet werden?
19. Typische Fehler
Zu viel Content
Mehr Beiträge bedeuten nicht automatisch mehr Wirkung. Der Agent sollte lieber weniger, aber zielgerichtete Inhalte erstellen.
Keine klare Zielgruppe
Ein Beitrag für „alle Unternehmen“ ist meistens zu allgemein.
Nur Reichweite messen
Reichweite ist nicht gleich Geschäftserfolg. Entscheidend sind qualifizierte Aufmerksamkeit, Leads und Conversion.
Zu viel Automatisierung
Veröffentlichung, Kundenkommunikation und sensible Aussagen sollten nicht ohne Kontrolle automatisiert werden.
Fehlende Quellen
Statistiken und Marktbehauptungen müssen überprüfbar sein.
Kein Lernkreislauf
Der Agent sollte regelmäßig prüfen:
Planen → Produzieren → Veröffentlichen → Messen → Lernen → Verbessern
20. Empfohlener Start
Beginne mit diesem begrenzten Umfang:
Woche 1:
- Marken- und Produktwissen einrichten
- Content-Säulen definieren
- fünf Beispielaufgaben testen
Woche 2:
- Content-Kalender erstellen
- Entwürfe und Video-Skripte produzieren
- menschliche Freigabe einführen
Woche 3:
- erste Performance-Daten auswerten
- Inhalte verbessern
- zwei Content-Experimente starten
Woche 4:
- Bericht an den Chief of Staff liefern
- erfolgreiche Formate standardisieren
- weitere Verbindungen aktivieren
Der Marketing Agent ist gut eingerichtet, wenn er nicht nur Texte schreibt, sondern zuverlässig erklären kann:
- Für wen ist dieser Inhalt?
- Warum ist er relevant?
- Was soll danach passieren?
- Welche Fakten stützen ihn?
- Wie wird Erfolg gemessen?
- Welche Freigabe ist erforderlich?
Dein nächster Schritt
Richte heute Marke und Content-Säulen ein — noch nichts veröffentlichen.
Solche praxisnahen Systeme schicke ich jede Woche per Newsletter — ein System, ein Tool, ein Prompt. Kurz, konkret, sofort anwendbar.
Passt dazu

Christopher Thanisch
Ich übersetze KI in brauchbare Systeme für den Arbeitsalltag — Systeme statt Hypes.